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Digitales Gästeblatt und Ortstaxe

Der Gast füllt das Gästeblatt vor der Anreise am Handy aus und unterschreibt. Die Ortstaxe wird je Gemeinde berechnet und für die Abrechnung zusammengefasst. Kein Formular am Küchentisch, keine Nachmeldung am Monatsende.

Aufgeräumter Tisch in einer Ferienwohnung mit Schlüsselbund und Hausschlüssel-Anhänger

Kurz beantwortet

Das digitale Gästeblatt ersetzt den Meldezettel aus Papier: Der Gast trägt die nach dem Meldegesetz nötigen Daten vor der Anreise über einen Link ein und unterschreibt am Bildschirm. Die Ortstaxe berechnet HOHEIT nach dem Satz Ihrer Gemeinde je Nacht und Person oder als Prozentsatz, je nach Bundesland, und fasst sie für die Abrechnung zusammen. Die Übermittlung an die Gemeinde läuft über den Weg, den diese anbietet. Einrichtung ab 1.900 Euro, Betrieb 29 Euro im Monat.

Für Hotels

Die Rezeption bekommt beim Check-in ein fertiges Gästeblatt statt eines Formulars, das der Gast mit der falschen Passnummer ausfüllt. Die Ortstaxe-Liste für die Gemeinde entsteht aus den Buchungen.

Für Gastgeber mit Ferienwohnungen

Keine Zettel mehr in der Wohnung und keine Nachfrage, ob die Gäste den Meldezettel ausgefüllt haben. Das Blatt ist vor der Anreise da, die Taxe ist am Monatsende gerechnet.

Pflicht, aber nicht Papier

Das österreichische Meldegesetz verlangt, dass Beherbergungsbetriebe ihre Gäste in einem Gästeverzeichnis erfassen und die Gäste das Gästeblatt unterschreiben. Dazu kommt in jedem Bundesland eine Abgabe auf Nächtigungen, die je nach Land Ortstaxe, Nächtigungstaxe, Aufenthaltsabgabe oder Tourismusabgabe heißt und von der Gemeinde eingehoben wird.

Wie das Gästeblatt geführt wird, ist nicht an Papier gebunden. Es muss vollständig, unterschrieben und aufbewahrt sein. Das geht am Handy vor der Anreise besser als am Küchentisch nach zehn Stunden Fahrt.

Was das Modul tut

  • Link vor der Anreise

    Aus der Buchung entsteht eine Nachricht mit dem Link zum Gästeblatt, einige Tage vor der Anreise, erinnert einmal.

  • Felder nach Meldegesetz

    Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Adresse, Reisedokument bei ausländischen Gästen, Mitreisende, An- und Abreise. Nur, was Ihr Bundesland verlangt.

  • Unterschrift am Bildschirm

    mit Zeitstempel, als PDF im Gästeverzeichnis abgelegt.

  • Ortstaxe

    Berechnung nach dem Satz Ihrer Gemeinde, je Nacht und Person oder als Prozentsatz vom Preis, mit Ausnahmen für Kinder und Kurgäste, wie sie Ihr Land vorsieht.

  • Abrechnung

    eine Liste je Monat oder Quartal für die Gemeinde, als PDF und Tabelle.

  • Übermittlung

    an die Gemeinde über den Weg, den sie anbietet, etwa ein Meldeportal des Tourismusverbands oder eine E-Mail mit der Liste.

Wie viel Ortstaxe bei Ihrem Satz zusammenkommt, rechnet der Rechner auf dieser Seite. Er kennt die Gesetze der neun Bundesländer, den Satz Ihrer Gemeinde tragen Sie selbst ein.

Der Fall Ferienwohnung: sechs Einheiten

PostenBeispielwert
Buchungen pro Jahr180
Minuten je Gästeblatt auf Papier inklusive Nachfragen10
Minuten je Monatsabrechnung der Ortstaxe45
Zeit pro Jahr heuterund 39 Stunden
Zeit mit ModulKontrolle, rund 3 Stunden

Beispielwerte. Dazu kommt, dass eine fehlende Unterschrift nicht erst beim Check der Gemeinde auffällt.

Der Fall Hotel: Check-in ohne Formular

Im Hotel ersetzt das digitale Gästeblatt die Karte am Tresen. Der Gast hat vor der Anreise ausgefüllt, die Rezeption prüft das Reisedokument und bestätigt. Für Gäste ohne Vorab-Blatt gibt es ein Tablet an der Rezeption oder weiterhin Papier.

Was Sie dafür brauchen

Die Buchungen aus Ihrem System über die Anbindung, den Satz und die Ausnahmen Ihrer Gemeinde und die Auskunft, wie die Gemeinde die Meldung entgegennimmt. Die Nachricht an den Gast geht über WhatsApp oder E-Mail; mit dem Türcode zusammen ergibt das den Selbst-Check-in.

Wann sich das nicht lohnt

  • Wenn Ihre Gemeinde ausschließlich Papiermeldungen annimmt und Sie das Blatt ohnehin ausdrucken müssen; dann bleibt nur der Vorteil der Vorab-Erfassung.
  • Bei sehr wenigen Buchungen im Jahr.

Preise

Einrichtung

ab 1.900 €

Felder nach Landesrecht, Satz, Vorlagen, Abrechnung inklusive.

Betrieb

29 Euro im Monat zusätzlich zum Betriebsvertrag.

Ablauf

  1. Bundesland, Gemeinde, Satz und Übermittlungsweg klären.

  2. Gästeblatt und Nachrichten in Ihren Sprachen einrichten.

  3. Probemonat parallel zum heutigen Ablauf, Abgleich der Abrechnung.

  4. Start.

Rechtliche Hinweise auf dieser Seite beschreiben den Stand im Oktober 2026 und ersetzen keine Beratung. Zuständig für Auskünfte sind Ihre Gemeinde und Ihr Tourismusverband.

Rechner

Ortstaxe für Ihren Betrieb überschlagen

Wählen Sie Ihr Bundesland und tragen Sie den Satz Ihrer Gemeinde ein. Der Rechner nennt keine Sätze, weil sie je Gemeinde verschieden sind und sich ändern; er rechnet nur und zeigt das zuständige Gesetz.

Je Aufenthalt
€ 15,00
Im Monat an die Gemeinde
€ 225,00

Steiermark: Nächtigungsabgabe nach dem Steiermärkisches Nächtigungs- und Ferienwohnungsabgabegesetz 1980. Eingehoben durch Gemeinde. Ausnahmen, etwa für Kinder oder Kurgäste, regelt das Landesrecht; den Satz nennt Ihre Gemeinde.

Gesetzestext im Rechtsinformationssystem des Bundes

Stand Oktober 2026. Der Rechner rechnet nur im Browser und ersetzt keine Auskunft der Gemeinde oder eine steuerliche Beratung.

Häufige Fragen

Ist eine Unterschrift am Bildschirm gültig?

Das Meldegesetz verlangt die Unterschrift des Gastes am Gästeblatt, ohne die Form vorzuschreiben. Eine Unterschrift am Bildschirm mit Zeitstempel wird in der Praxis von Gemeinden akzeptiert. Fragen Sie im Zweifel Ihre Meldebehörde.

Wie lange müssen wir Gästeblätter aufbewahren?

Das Meldegesetz nennt eine Aufbewahrungsfrist für das Gästeverzeichnis. Das Modul bewahrt die Blätter entsprechend auf und löscht danach. Die Frist steht in Ihrem Mandanten und lässt sich an Vorgaben anpassen.

Berechnet das Modul die Ortstaxe für jedes Bundesland richtig?

Es rechnet mit dem Satz und den Ausnahmen, die Sie von Ihrer Gemeinde bekommen. Die Sätze unterscheiden sich je Gemeinde und ändern sich; eine automatische Übernahme gibt es nicht. Deshalb tragen Sie den Satz ein und bestätigen Änderungen.

Kann das Modul direkt an die Gemeinde melden?

Dort, wo die Gemeinde oder der Tourismusverband ein elektronisches Portal anbietet, richten wir die Übermittlung ein. Sonst entsteht die Liste als PDF, die Sie einreichen.

Was ist mit Gästen aus dem Ausland?

Für sie verlangt das Meldegesetz zusätzlich Angaben zum Reisedokument. Das Blatt fragt sie ab, die Rezeption oder Sie prüfen das Dokument bei der Ankunft.

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