Kurz beantwortet
Mit Smoobu pflegen Gastgeber Kalender, Preise und Belegungsregeln mehrerer Ferienwohnungen an einer Stelle, und jede Buchung sperrt die Nacht auf den übrigen Kanälen. Bei Airbnb gilt mit Verwaltungssoftware laut Airbnb meist die reine Gastgebergebühr von 15,5 Prozent statt 3 Prozent. Inhalte je Portal und Zahlungswege bleiben getrennt zu pflegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Mit Smoobu pflegen Sie Kalender, Preise und Belegungsregeln an einer Stelle; Portale und ihre Provisionen bleiben.
- Bei Airbnb ändert sich mit einer Verwaltungssoftware meist das Gebührenmodell: Statt der geteilten Gebühr von meist 3 Prozent zahlt der Gastgeber laut Airbnb meist 15,5 Prozent allein.
- Doppelt bleibt, was kein Kalender ist: Inhalte je Portal, Bewertungen, Zahlungswege.
- Kanäle mit direkter Schnittstelle gleichen schneller ab als iCal; das entscheidet über Doppelbuchungen.
- Umgestellt wird außerhalb der Hochsaison, mit einer Wohnung und einem Kanal zuerst.
Mit dem Umstieg auf Smoobu pflegen Sie Kalender, Preise und Belegungsregeln mehrerer Ferienwohnungen nur noch an einer Stelle, und jede Buchung sperrt die Nacht auf den übrigen Kanälen. Gleichzeitig ändert sich bei Airbnb meist das Gebührenmodell, und einiges bleibt doppelt: Inhalte je Portal, Zahlungswege und alles, was kein Kalender ist.
Wie Kalender, Preise und Buchungen grundsätzlich zwischen den Systemen fließen, beschreibt die Anbindung von Channel Manager und PMS. Dieser Beitrag richtet sich an Gastgeber, die heute noch von Hand abgleichen und vor der Entscheidung für Smoobu stehen.

Was Smoobu nach dem Umstieg an einer Stelle hält
- Kalender: Eine Buchung auf einem Kanal sperrt die Nacht auf allen anderen.
- Preise und Regeln: Saisonpreise, Mindestaufenthalt, An- und Abreisetage werden zentral gesetzt und verteilt.
- Posteingang: Nachrichten aus mehreren Portalen laufen in einer Ansicht zusammen, Bestätigungen und Anreiseinformationen gehen als Vorlage hinaus.
Welche Felder eine Buchung dabei mitbringt und welche Abfragen eine eigene Website stellen kann, beschreibt die Schnittstellendokumentation [Q2]. Was Smoobu nicht übernimmt: Es entscheidet nicht über Preise und verhandelt nicht mit Portalen.
Was sich bei den Airbnb-Gebühren ändert
Airbnb kennt zwei Modelle: die geteilte Gebühr, bei der die meisten Gastgeber 3 Prozent zahlen und der Gast eine eigene Servicegebühr, und die reine Gastgebergebühr von meist 15,5 Prozent [Q3]. Die reine Gastgebergebühr ist laut Airbnb unter anderem für Gastgeber vorgeschrieben, die eine Software zur Unterkunftsverwaltung nutzen [Q3].
Wer über Smoobu an Airbnb anbindet, prüft deshalb vor dem Umstieg, welches Modell danach gilt, und setzt die Preise auf Airbnb entsprechend an; im Modell der reinen Gastgebergebühr zahlt der Gast keine eigene Servicegebühr. Durchgerechnet ist das in der Aufstellung der Airbnb-Gebühren für Gastgeber. Die Provision von Booking.com richtet sich nach Ihrer Vereinbarung mit Booking.com [Q4]; welches Programm Ihren Kalender pflegt, spielt dafür keine Rolle.
So sieht das bei vier Ferienwohnungen aus
| Posten (Rechenbeispiel laut Annahmen) | Wert |
|---|---|
| Jahresumsatz, 4 Wohnungen × 180 Nächte × 140 Euro | 100.800 Euro |
| davon über Airbnb, angenommen 40 Prozent | 40.320 Euro |
| Airbnb-Gebühr bei geteilter Gebühr, 3 Prozent | rund 1.210 Euro |
| Airbnb-Gebühr bei reiner Gastgebergebühr, 15,5 Prozent | rund 6.250 Euro |
| Abgleich von Hand, angenommen zwei Stunden je Woche | rund 100 Stunden im Jahr |
Leicht übersehen wird vor dem Umstieg die Gebührenzeile: In unserem Beispiel trägt der Gastgeber bei Airbnb rund 5.000 Euro mehr Gebühr, während der Gast keine eigene Servicegebühr mehr zahlt. Ob Sie das über den Preis ausgleichen, entscheiden Sie mit Blick auf die Endpreise, die Gäste vorher gesehen haben.
Dazu kommt das Abo von Smoobu, das nach Zahl der Unterkünfte abrechnet; den aktuellen Tarif setzen Sie laut Preisseite selbst ein [Q1]. Dem stehen die Stunden gegenüber, die der Abgleich von Hand heute kostet, und die Doppelbuchungen, die nicht mehr entstehen.
Was trotz Smoobu doppelt bleibt
Prüfen Sie für jedes Portal, ob Smoobu auch Beschreibung und Fotos überträgt oder nur Kalender und Preise; was nicht übertragen wird, pflegen Sie weiter dort. Bewertungen bleiben auf dem Portal, auf dem sie geschrieben wurden. Zahlungen laufen über den Weg des jeweiligen Kanals, auf der eigenen Seite über einen Zahlungsdienst mit eigenen Gebühren.
Die Synchronisation ist nur so schnell wie der langsamste Kanal. Portale mit direkter Schnittstelle erhalten Änderungen zügig, über iCal angebundene Kanäle holen den Kalender in Intervallen ab; in dieser Lücke entstehen Doppelbuchungen. Warum, steht in Channel Manager und eigene Website synchron halten.
So stellen Sie um, ohne Buchungen zu gefährden
- Beginnen Sie außerhalb der Hochsaison, mit einer Wohnung und einem Kanal.
- Übertragen Sie die Bestandsbuchungen und vergleichen Sie Nacht für Nacht mit dem alten Kalender; über iCal kommen sie häufig nur als gesperrte Zeiträume ohne Gästedaten an.
- Bauen Sie Ihre Preisregeln nach und spielen Sie die drei kompliziertesten Fälle im Testzugang durch.
- Schließen Sie die übrigen Wohnungen und Kanäle erst an, wenn zwei bis drei Wochen ohne Abweichung vergangen sind.
- Klären Sie vorab, welche Daten sich wieder exportieren lassen; ein Export ohne Gästedaten macht einen späteren Wechsel teuer.

Wie die Umsetzung mit HOHEIT abläuft
Smoobu richten Sie selbst ein; HOHEIT baut darauf die eigene Website. Ob Ihr System passt, prüft HOHEIT im Erstgespräch anhand der Schnittstellendokumentation, Smoobu gehört zu den angebundenen Systemen mit offener Schnittstelle. Eine Gastgeber-Website dauert vier bis sechs Wochen und kostet laut Preisseite ab 4.900 Euro einmalig und ab 149 Euro im Monat. Kalender und Preise pflegen Sie danach weiter nur in Smoobu, die Website zeigt sie live; Texte und Angebote pflegen Sie im Redaktionssystem, in dem HOHEIT Sie beim Start schult.
Wann sich der Umstieg nicht lohnt
Bei einer einzigen Wohnung auf einem einzigen Portal gibt es nichts abzugleichen. Wer ausschließlich direkt vermietet, braucht keinen Channel Manager, sondern einen sauberen Kalender. Ist das eigentliche Problem nicht die Pflege, sondern zu wenige Anfragen, löst Smoobu nichts: Es verteilt Verfügbarkeit, es erzeugt keine Nachfrage. Und läuft ein großer Teil Ihres Umsatzes über Airbnb, rechnen Sie die Gebührenzeile vorher mit Ihren eigenen Zahlen nach.
Zählen Sie als Nächstes, an wie vielen Stellen Sie heute einen Preis ändern, wenn Sie ihn einmal anheben, und lesen Sie danach, wie eine Website mit Smoobu-Anbindung denselben Kalender nutzt; für ein Gespräch über Ihre Wohnungen können Sie einen Termin vereinbaren.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Was passiert mit Buchungen, die vor dem Verbinden mit Smoobu eingegangen sind?
Sie bleiben im Gebührenmodell, in dem sie gebucht wurden; das neue Modell betrifft die Buchungen danach. Legen Sie deshalb einen Stichtag fest, passen Sie die Airbnb-Preise vorher an und prüfen Sie die ersten Buchungen danach Zeile für Zeile in der Auszahlungsübersicht.
Brauche ich einen Zahlungsdienstleister, wenn ich Smoobu nutze?
Für Direktbuchungen mit Karte oder Sofortzahlung ja. Das System verwaltet die Buchung, das Geld fließt über einen angebundenen Zahlungsdienst mit eigenen Gebühren. Alternativ arbeiten Sie mit Anfrage und Überweisung; das ist günstiger, kostet aber Abschlüsse, weil der Gast einen zusätzlichen Schritt erledigen muss.
Wie viele Unterkünfte rechtfertigen ein solches System?
Weniger die Zahl der Objekte als die Zahl der Kanäle. Bereits zwei Wohnungen auf drei Portalen ergeben sechs Kalender, die auseinanderlaufen können. Eine Gastgeberin mit fünf Wohnungen, die ausschließlich direkt vermietet, kommt dagegen gut ohne aus.
Wer pflegt nach dem Umstieg die Preise?
Sie, an einer Stelle: in Smoobu. Ändern Sie danach keine Preise mehr direkt im Portal, sonst laufen Kalender und Preise wieder auseinander. Halten Sie im Team fest, wer Preise setzen darf; zwei Personen, die an verschiedenen Stellen ändern, erzeugen genau die Doppelpflege, die der Umstieg beenden sollte.
Über die Redaktion
HOHEIT Redaktion
Die Redaktion von HOHEIT, einem Produkt der EA Digital Solutions e.U. in Graz, schreibt über Provisionen, Direktbuchung, Channel-Manager, KI und Recht in der Beherbergung. Jede Zahl mit Quelle, jeder Text von Menschen geprüft.
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